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Ballone sind Aerostaten nach dem Prinzip „leichter als Luft".

Wir unterscheiden drei Arten von Ballonen:
 
1. Der Heißluftballon war das erste Luftfahrzeug das Menschen in die Luft befördert hat und wohlbehalten wieder zur Erde brachte. Die Gebrüder Montgolfier waren Inhaber einer Parierfabrik in Annonay, Frankreich und erfanden diesen Ballon, der am 21.November 1783 vom Startplatz im Garten des Schlosses La Muette seine erste Passagierstart machte. Befeuert wurde die Stoffhülle mit Holz, Papier und Stroh. Die beiden ersten Luftfahrer waren J.E. Pilatre de Rozier und Marquis F.d`Arlandes. Nach 25 Minuten Fahrzeit setzten Sie mit Ihrem Ballon wieder wohlbehalten auf der Erde auf. Das Ballonfahren mit offenem Feuer und dem damit verbundenem Funkenflug führte zu häufigen Unfällen so das die Heißluftballonfahrten zurückgingen und in der Folgezeit fast vollständig invergessenheit gerieten. Nach dem gleichen Montgolifieren Prinzip, aber wesentlich modifiziert durch die Fa. Raven/USA in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts erlebt der Heißluftballon bis heute einen weltweiten Aufschwung. Je nach Ballongröße sind Fahrzeiten von ca. 2-4 Stunden möglich. Leistungs und Sportfahrten können auch bis zu 10 stunden dauern. Längere Fahrzeiten sind auf Grund der begrenzt mitzuführenden Propangas Vorräte nicht möglich.
 
 
2. Der Wasserstoffballon folgte der Montgolfiere und war das zweite Luftfahrzeug das Menschen in die Luft befördert hat und wohlbehalten wieder zur Erde brachte. Der Physiker Prof. Charles und sein Begleiter Robert die Erfinder der so genannten „Charliere". Sie starteten am 1. Dezember 1783 vom Startplatz in den Tuillerien in Paris zu Ihrer ersten Gasballonfahrt, die Sie nach
2 Stunden Fahrt ca. 50 Km entfernt von Paris wohlbehalten landen lies. Moderne Gasballone werden heute an einem Startplatz der an einer Wasserstoffpipeline liegt mit ca. 1000 m³ gefüllt. Passagierfahrten dauern ca. 5 – 10 Stunden. Leistungsfahrten können bei guten Wetterbedingungen durchaus zwischen 24 – 40 Stunden dauern. Die Fahrzeit wird begrenzt
da der Ballon während seiner Fahrt ständig Traggas verliert. Jeder Tragkraftverlust wird durch die Abgabe vom Ballastsand ausgeglichen. Es muss ausreichend Ballastvorrat für eine sichere Endlandung im Korb vorhanden sein.

 
  
3. Die Roziere ist eine Mischung aus einem mit nicht brennbarem Helium gefüllten Ballon, der in einer großen Heißluftballonhülle steckt. Benannt nach seinem Erfinder, dem ersten Menschen in einem Heißluftballon J. E. Pilatre de Rozier. Diese besondere Konstruktion macht Fahrzeiten von bis zu 4 Wochen möglich.
 
Bertrand Picard und Brian Joans schafften mit dem
"Breiling Orbiter 3" am 21.03.1999 die erste Erdumrundung in einem Ballon. Nach 19 Tagen und 40.813 Kilometern landete der Ballon in der westägytischen Wüste.
 
     
                                                                                       
 
Am 04.07.2002 fuhr der Amerikaner Steve Fosset alleine mit seinem "Spirit of Freedom" (Geist der Freiheit) um die Welt.
Die Landung wurde im Bundesstaat Queensland nordwestlich Sydneys nach 15 Tagen und 34.000 Kilometern bestätigt. Er ist der einzige Solopilot dem dies gelang.
 
 
 
In den letzten 50 Jahren wurden immer neue Höhen-,
Strecken- und Dauerrekorde aufgestellt.
 
Deutschland stellt bei Internationalen Wettbewerben immer wieder Welt- und Europameister sowie Weltrekordhalter und zählt damit zu den führenden Ballonnationen in der Welt.